Das Extempore

 

Meine Erzählwelt

Der Moment, wenn die Lichter im Saal langsam ausgehen und die Zuschauer, mild und leise, in eine andere (Welt-)Erzählung hinübergleiten gleicht einem magischen Akt. Man zieht den Lüster hinauf und der ganze Saal taucht über den seichten orangefarbenen Schein des allmählich schwindenden Glühbirnenlichtes in vollkommene Dunkelheit ein. Die Alltagsklänge, das Lächeln der Einlassdame und das herzliche Gespräch  bleiben hinter der Tür des Zuschauerraumes. Die Welt auf der Bühne betrachte ich als einzige großartige Erzählung. Sie schickt den Zuschauer hinter seinen eigenen Horizont und schafft, neue Sichtweisen und neue Welten zu öffnen. Das (Musik-)Theater gleicht demnach einem einzigen Buch, dessen Bilder und Buchstaben sich immer wieder aufs Neue vermischen, um immer wieder wundersame, faszinierende Geschichten zu erzählen. In meinem Blog versuche ich meine Reisen ins Innere dieser Geschichten zu vermitteln.

Bad Book of Emptiness

Ohne ein Buch, Kopfhörer und mein Notizbuch verlasse ich die Wohnung eigentlich nur selten. Im Notizbuch notiere ich mir Einfälle und skizziere Szenen des Alltags, die meine Aufmerksamkeit erweckten. Mit dem Notizbuch gehe ich auch ins Theater. Früher habe ich mir die Notizen für meine spätere Kritiken penibel während den Vorstellungen notiert. Mit der gleitenden Beleuchtung des Bühnenbildes varierte auch die Lesbarkeit meiner Notizen und ich hatte zunehmend kein Bock mehr sie beim Revue passieren und Rezensieren zu entziffern. So habe ich vor geraumer Zeit vom Geschriebenen auf Gezeichnetes umgestiegen. Die #sketchkritiken® sind bildlich, machen Spaß und erweitern das Erinnerüngsvermögen.